Chaos und Ordnung, Funktion und Schönheit: Die Einzigartigkeit von KARAK-Platten
In einer Welt, die immer stärker digitalisiert und automatisiert wird, erinnert uns die handwerkliche Herstellung von KARAK-Platten daran, wie wertvoll traditionelle Techniken und individuelle Handarbeit sind. Die Keramikplatten aus der Werkstatt in Vorarlberg verbinden japanische Raku-Brenntechnik mit Ornamenten und schaffen so unverwechselbare, einzigartige Platten, die sowohl funktional als auch ästhetisch sind.
Tradition und Innovation vereint
Der Entstehungsprozess von KARAK-Platten ist tief in der Tradition verwurzelt, während das Design modern und individuell ist. Jede Platte wird in einem aufwendigen handwerklichen Prozess gefertigt und ist ein Unikat. Durch die Mischung von Ton- und Lehmerden und das Auftragen von Glasuren entstehen kunstvolle Muster. Besonders ist hierbei der Raku-Brennvorgang, der aus Japan stammt und durch seine Unberechenbarkeit beeindruckt. Diese Technik verleiht den Platten ihre einzigartigen Farb- und Struktureffekte.
Der handwerkliche Charakter der Platten zeigt sich in den kleinen Unregelmässigkeiten, die jede Platte lebendig machen. Ob als Boden- oder Wandbelag, die Keramikplatten bringen einen natürlichen und handgefertigten Charme in jeden Raum. Jede Platte wird dabei bis zu 30 Mal in die Hand genommen.
4 Elemente
1.Erde
Die handgefertigten Platten strahlen eine faszinierende Lebendigkeit aus. Das rührt daher,
dass in der Plattenmanufaktur jeder Rohling mit einem Rosenquarz poliert und die Kanten von Hand mit einem Rundholz geglättet werden. So entsteht eine leere Leinwand mit minimalen Unebenheiten, die nach dem ersten Brand nur darauf wartet, mit Farben und Ornamenten zu einem unikalen Kunstwerk zu verschmelzen.
Basierend auf einem 150 Jahre alten Rezept aus dem Fundus von Initiatorin Marta Rauch-Debevec stellen Sie die Glasuren selbst her. Die Mischung aus bleifreien Fritten und Metalloxyden wird im Siebdruckverfahren händisch auf die schrühgebrannte Platte aufgebracht. Die Belichtung der Siebgaze entscheidet, was sichtbar wird und was im Verborgenen bleibt. Der Zufall entscheidet, wie beides zusammenspielen wird.
2. Feuer
Das Feuer gibt der Erde ihren Bestand. Der erste Brand hat den Platten ihre Festigkeit, einen tiefen, organischen Klang und ihre warme Haptik verliehen.
Das im Anschluss aufgedruckte Ornament jedoch ist in trockenem Zustand noch flüchtig wie ein Sandbild.
Erst beim zweiten Brand schmilzt die Glasur und geht mit jeder Platte eine einzigartige und untrennbare Symbiose ein.
3. Luft
Einer der spannendsten Momente ist jener, wenn wir die Türe des Brennofens nach dem zweiten Brand öffnen. Denn jetzt zeigt sich die Wirkung der Glasur auf den weissgebrannten Platten.
Beim Raku-Brand hingegen liegt schon beim Öffnen der Ofentür ein Knistern in der Luft, denn die Platten glühen noch immer mit 900 °C. Erst wenn wir sie tief ins Sägemehl tauchen färbt der abrupte Sauerstoffentzug und die zu Kohlenstoff verbrennenden Holzfasern den weissen Ton schwarz.
4. Wasser
Im Wasserbad wird die heisse Raku-Platte abgeschreckt und damit der schwarzfärbende Kohlenstoff in der Keramik gebunden. Sie wird von Hand gewaschen, bis die Glasur sich nicht mehr verändert.
Jetzt wird sichtbar, wie diese jahrhundertealte japanische Brenntechnik jede Platte durch Schockalterung auf einzigartige Weise veredelt. Wo zuvor glühende Hitze, Rauch und Dampf waren, legt sich nun mit der händisch aufgetragenen Wachsemulsion ein schützender Film über jedes dieser Unikate. Der Schatz ist gehoben und bereit, die Reise an seinen Bestimmungsort anzutreten.
Vom „Schatzsucher“ zum Keramikmeister
Der Weg von Sebastian Rauch, dem Gründer von KARAK, ist ebenso beeindruckend wie seine Produkte. Schon früh kam er durch seinen Vater, den Künstler und Lehmbauer Martin Rauch, mit der Welt der Keramik in Berührung. In einem einzigartigen Projekt baute Martin Rauch 2007 ein Haus aus Stampflehm, bei dem der eigene Aushub verwendet wurde. Auch die Platten wurden damals handgefertigt – eine Erfahrung, die den Grundstein für KARAK legte.
Als Sebastian Rauch und Thomas Rössler schliesslich das Unternehmen gründeten, meldeten sie das Gewerbe „Schatzsucher“ an, da es keine passende Kategorie für die Herstellung solcher Platten gab. Dieser kreative Ansatz spiegelt sich auch heute in der Philosophie von KARAK wider.
Design und Gestaltungsmöglichkeiten
KARAK-Platten bieten nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten. Die Kollektion besteht aus einzelnen Elementen, die individuell kombiniert werden können, um einzigartige Designs zu schaffen. Jedes Element spricht seine eigene Sprache und kann je nach Farbe, Format und Muster eine andere Geschichte erzählen.
Die Basis jeder Gestaltung ist die Entscheidung zwischen Raku, Weissbrand oder Relief. Jede Technik hat ihre spezifischen Merkmale, die der Platte ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Besonders beeindruckend ist das Spiel von Licht und Schatten bei den Relief-Platten, das je nach Tageszeit für immer neue optische Effekte sorgt.
Anwendungen: Boden, Wand und mehr
Die Vielseitigkeit von KARAK-Platten zeigt sich in ihrer Anwendung. Ob am Boden, an der Wand, als Verkleidung für Kachelöfen oder als raumtrennender Sichtschutz – die handgefertigten Platten bringen Leben in jeden Raum. Dank ihrer natürlichen Haptik und ihrer Fähigkeit, Wärme zu speichern, eignen sich die Platten perfekt für Räume mit Fussbodenheizungen.
Auch in der Küche oder im Bad schaffen die Platten eine besondere Atmosphäre. Sie sind nicht nur praktisch als Spritzschutz oder Bodenbelag, sondern auch ästhetisch ein Highlight. In feuchten Bereichen wie der Dusche sorgt eine zusätzliche Versiegelung durch den Plattenleger für langfristigen Schutz. Die Platten sind generell rutschfest.
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Fazit: Handwerk mit Seele
KARAK-Platten sind mehr als nur Platten – sie sind Kunstwerke. Jeder Schritt im Herstellungsprozess wird von Hand ausgeführt, mit Respekt vor den Materialien und dem handwerklichen Können. Fehler sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, denn sie machen das Endprodukt einzigartig. KARAK steht für eine Verbindung von Tradition und Innovation, von Funktionalität und Schönheit.








































































































