Die Schweiz ist nicht nur für ihre atemberaubenden Alpen und malerischen Landschaften bekannt, sondern auch für ihre reichen Vorkommen an einzigartigen Natursteinen. Besonders beeindruckend sind die vielfältigen Grüntöne, die sich in den grünen Natursteinen aus der Schweiz widerspiegeln. Diese Steine, die aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes stammen, verleihen jeder Anwendung – ob im Bau, in der Gartengestaltung oder in der Innenarchitektur – eine besondere Note. In diesem Blogbeitrag erkunden wir die faszinierenden grünen Natursteine der Schweiz und ihre einzigartigen Eigenschaften.
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Designs und Geschichte
Andeer Naturstein
In der Schweiz hat der Naturstein Andeer eine lange und vielseitige Verwendungsgeschichte. Seit Jahrhunderten wird er im Strassenbau, Bahnbau und Tunnelbau eingesetzt. Auch im Poolbau und als Wandverkleidung ist Andeer ein geschätztes Material. Heute wird er überall verwendet. Ursprünglich nutzte man vor allem Bruchsteine, die von Flüssen angeschwemmt wurden. Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Abbau des Gesteins im grossen Stil.
Ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Andeer-Gesteins war die Veröffentlichung der Publikation “Die natürlichen Bausteine und Dachschiefer der Schweiz” im Jahr 1915. Diese Arbeit hob Andeer als den einzigen Gneis aus Graubünden hervor, der sich bereits in der ganzen Schweiz grosser Beliebtheit erfreute und eine vielversprechende Industrie entstehen liess.
Andeer bleibt bis heute ein bedeutender Werkstoff in der Schweizer Bauwirtschaft und setzt seine lange Tradition in modernen Anwendungen fort. Grosse Bekanntheit erlangte der Andeer durch den berühmten Architekten Hans Hollein und der Centrum Bank in Vaduz, deren Dach und Fassade aus dem Material bestehen. Andeer gibt es in verschiedenen Designs, denn er lässt sich bürsten, flammen, kugelstrahlen, polieren, sandstrahlen, schleifen, punktspitzen und stocken.
Verde Spluga
In der Vergangenheit wurde der Naturstein Verde Spluga nicht nur auf der italienischen Seite, sondern auch auf der Schweizer Seite östlich des Splügenpasses auf einer Höhe von 2100 Metern abgebaut. Die dort gewonnenen “Splügenerplatten” zeichnen sich durch ihre dünnschieferige Struktur aus und fanden vor allem für Dachbedeckungen im Rheinwald Verwendung.
Ein besonderes Merkmal dieser Platten ist die auffällige rostrote Flechte, die sich nach kurzer Zeit auf der Oberfläche ansiedelt. Diese Flechten verleihen den Dachbedeckungen ein charakteristisches Aussehen und zeugen von der natürlichen Herkunft und der historischen Nutzung des Verde Spluga in der Region. Heute wird der Verde Spluga Naturstein überall eingesetzt, von Bodenbelägen über Denkmäler und Statuen bis hin zu Nasszellen.
Die Gesteinsformation des Verde Spluga ist vergleichbar mit der des Andeer Gneis, jedoch weist sie einige wichtige Unterschiede auf. Verde Spluga ist quarzreicher, was ihm eine deutlich hellere Erscheinung verleiht. Ausserdem treten die Glimmerplättchen im Verde Spluga optisch stärker hervor, was dem Stein eine besondere Textur und Lebendigkeit gibt. Verde Spluga ist nur schwer spaltbar. Man kann ihn polieren, sandstrahlen, kugelstrahlen, schleifen, spitzen, stocken, bürsten, und flammen und somit verschiedene Designrichtungen hervorbringen.
San Bernardino Naturstein
Die Wiederentdeckung der Natursteine nördlich der San-Bernardino-Passhöhe
Seit 1953 wurden im Gebiet nördlich der San-Bernardino-Passhöhe Steine für Bauzwecke abgebaut, darunter insbesondere Mauersteine und Spaltplatten. Dieser Abbau erlebte in den 1970er und 1980er Jahren einen starken Rückgang aufgrund sinkender Nachfrage und kam schliesslich zeitweise ganz zum Erliegen.
Mit der Renaissance des inländischen Natursteins wurde die alte Abbaustelle im Jahr 2006 neu eröffnet. Diese Wiederentdeckung markiert einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung traditioneller Baumaterialien und zur Förderung der heimischen Steinindustrie. Die neu entdeckten Abbauaktivitäten zeigen das anhaltende Interesse und den Wert, den Naturstein in der modernen Bauwirtschaft besitzt. San Bernardino ist sehr gut spaltbar. Die Oberfläche des Gesteins lässt sich gut polieren, sandstrahlen, kugelstrahlen, schleifen, spitzen, stocken, bürsten und flammen. Jede Bearbeitungsform bringt ein neues Design hervor.
Der San Bernardino Stein ist quarzreich, was ihm eine helle und klare Erscheinung verleiht. Die Glimmerplättchen sind deutlich sichtbar und verleihen dem Stein eine lebendige und strukturierte Oberfläche. Heute wird er überall verbaut. Von Küchenarbeitsplatten über Treppen bis hin zum Terrassenboden.
Vert de Salvan
Ein Naturstein mit Tradition und Zukunft.
Im Gebiet um Salvan wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts der Vert de Salvan Naturstein für verschiedene Bauzwecke abgebaut, hauptsächlich für Bauzwecke wie Mauern, Fundamentsteine und Dächer.
Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts nahm der industrielle Abbau zu. Der Stein wurde vermehrt für den Bau von Strassen, Brücken und öffentlichen Gebäuden genutzt. In dieser Zeit begann man auch, die spezifischen Vorteile des Vert de Salvan in der Architektur zu schätzen. Heute wird der Vert de Salvan Naturstein überall eingesetzt, von Gebäudefassaden bis hin zu Sockelleisten.
Die charakteristische grüne Farbe wird durch das Glimmermineral Phengit hervorgerufen. Der Stein ähnelt sehr dem beliebten Ceppo di Gre. Auf der anderen Seite ähnelt die Gesteinsformation des Vert de Salvan der des Verde Spluga, weist jedoch einige signifikante Unterschiede auf.Vert de Salvan ist ebenfalls quarzreich, hat aber eine etwas dunklere Tönung und eine weniger ausgeprägte Textur. Die Glimmerplättchen treten dennoch optisch stark hervor, was dem Stein eine lebendige und strukturierte Oberfläche verleiht. Vert de Salvan lässt sich gut polieren, schleifen, sandstrahlen, schleifen und bürsten, je nachdem welches Design gewünscht ist.
Vert de Evolène
Die Wiederentdeckung des Vert de Evolène: Ein Naturstein mit Charakter
Der Vert de Evolène, ein grünlicher Gneis, hat eine faszinierende Geschichte, die eng mit der Region Evolène im Kanton Wallis, Schweiz, verbunden ist. Dieser Naturstein hat aufgrund seiner ästhetischen und technischen Eigenschaften in verschiedenen Epochen und Anwendungen an Bedeutung gewonnen. Geschätzt für seine markante grüne Farbe und Haltbarkeit, findet dieser Naturstein heute wieder vielfältige Anwendung und symbolisiert die erfolgreiche Wiederbelebung traditioneller Materialien in der zeitgenössischen Architektur.
Der Hauptbestandteil dieses Gesteins ist Quarz, der für seine Härte und Langlebigkeit bekannt ist. Die charakteristische grüne Färbung des Steins wird durch das Glimmermineral Phengit erzeugt. Die Gesteinsformation des Vert de Evolène ist vergleichbar mit der des Vert de Salvan, weist jedoch einige besondere Merkmale auf. Vert de Evolène ist ebenfalls quarzreich, jedoch oft etwas dunkler und intensiver in seiner grünen Färbung. Die Glimmerplättchen sind prominent sichtbar und verleihen dem Stein eine lebendige, strukturierte Oberfläche. Der Naturstein aus der Schweiz findet heute überall Verwendung, von Fensterbänken über Türschwellen bis hin zu Akzentwänden.
Je nach Geschmack gibt es den Stein in verschiedenen Designs durch folgende Oberflächenbearbeitungen: Bürsten, polieren, sandstrahlen, schleifen, stocken diamantblattsägen, diamantseilsägen, gattersägen, wasserstrahlschneiden.
Es ist hervorzuheben, dass die Farbintensität der Natursteine, nochmals durch Mittel wie farbvertiefende Imprägnierung, Nasseffekt Imprägnierung, Steinöle, Natursteinfarbe, Poliermittel oder Reiniger mit Farbvertiefungseffekt verstärkt werden kann.

Technische Eigenschaften und Pflegehinweise
Alle Oben aufgelisteten Natursteine sind nur schwer spaltbar, was spezifische Bearbeitungstechniken erfordert. Diese Eigenschaft macht den Stein besonders geeignet für gesägte Anwendungen, bei denen präzise und glatte Schnittflächen benötigt werden.
✓ Haltbarkeit und Pflege:
Wir empfehlen wie bei jedem anderen Naturstein auch eine Natursteinimprägnierung anzuwenden. Sollte dann doch etwas auf den Stein fallen, kann man Wasser oder Seife nutzen oder spezifische Reinigungsmittel, um den Ölfleck, Weinfleck zu entfernen. Wenn der Naturstein gut imprägniert wird, hält er sehr lange. Es gibt eine Anzahl von Projekten, die über Jahrhunderte lang hinweg sehr gut erhalten sind.
✓ Sehr säure- und laugenresistent:
Die Natursteine zeichnen sich durch die hohe Säureresistenz aus, was es auch zu einer idealen Wahl für Küchenarbeitsplatten, Badezimmerwaschtische und andere Bereiche macht, in denen es mit sauren Substanzen in Kontakt kommen kann.
✓ Rutschfeste Oberfläche:
Durch die rutschfeste Oberfläche bieten die Schweizer Natursteine zusätzliche Sicherheit und sind daher auch ideal für den Einsatz in Bereichen, in denen Rutschgefahr besteht, wie z.B. um Pools herum oder im Spabereich.
✓ Sehr Kälte- und Hitzeresistent:
Die Natursteine sind sehr kälteresistent und daher für Innen- als auch für Aussenanwendungen geeignet.
Nachhaltigkeit
Die Integration von erneuerbaren Energien wie Wasserkraft in den industriellen Sektor, einschliesslich der Steinbrüche, unterstützt die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse. Zusätzlich können die Transportwege kurz gehalten werden und die Arbeitsbedingungen sind fair. Und sollte der Naturstein mal ausgetauscht werden, ist das auch kein Problem, denn ein Naturstein kann ohne Probleme recycelt werden. Fazit: Ein Naturstein aus der Region zählt zu den besten Baustoffen hinsichtlich ihrer Ökobilanz.
FAZIT
Die grünen Natursteine aus der Schweiz, wie Andeer, Verde Spluga, San Bernardino, Vert de Salvan und Vert de Evolène, sind beeindruckende Beispiele für die Vielfalt und Schönheit der Region. Mit ihrer einzigartigen grünen Farbe und den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten bieten sie eine Vielzahl von Designoptionen für Bauprojekte.
Dank ihrer technischen Eigenschaften, wie Säureresistenz, Rutschfestigkeit und Kälteresistenz, eignen sich diese Natursteine für Innen- und Außenanwendungen. Sie sind ideal für Küchenarbeitsplatten, Badezimmerwaschtische und Garten- und Landschaftsbauten. Die Verwendung lokaler Steine reduziert den ökologischen Fussabdruck und unterstützt die heimische Industrie. Insgesamt sind die grünen Natursteine aus der Schweiz eine nachhaltige und ästhetisch ansprechende Wahl für vielfältige Bauprojekte, die Tradition und Innovation vereinen.
Unsere Fachspezialisten setzten gerne auf ihr Fragezeichen einen Punkt.
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